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		<title>Schweizer Bl&#246;ggli</title>
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					<title>Scheinheilige Emp&#246;rung im Fall Timoschenko</title>
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					<pubDate>Wed, 09 May 2012 07:28:09 +0000</pubDate>
					<dc:creator>der Schweizer</dc:creator>
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					<description>Der Brite Charles Cunningham Boycott war im 19. Jahrhundert ein Gutsverwalter und Menschenschinder, dem die P&#228;chter den Zins verweigerten. Sein Verhalten gegen&#252;ber den P&#228;chtern f&#252;hrte schon im ersten Amtsjahr dazu, dass niemand mehr f&#252;r ihn arbeiten, von ihm kaufen und an ihn verkaufen wollte. Wenig sp&#228;ter wurde sein Name ein offizieller Begriff f&#252;r diese Art des Widerstands. 

Im Vorfeld der Fu&#223;ball Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist sein Name &#8220;Boycott&#8221; wieder in aller Munde. Ausl&#246;ser ist die Inhaftierung der ukrainischen Oppositionsf&#252;hrerin Julia Timoschenko. Boykottaufrufe ziehen durch ganz Europa. Die Politik solidarisiert mit Timoschenko, der Sport h&#228;lt sich zur&#252;ck. Inzwischen hat die EU Kommission angek&#252;ndigt, man werde nicht zu den Spielen der Fu&#223;ball EM in die Ukraine fahren, obwohl man eigentlich fu&#223;ballbegeistert sei, sagte EU-Kommissionspr&#228;sident Jos&#233; Manuel Barroso. Politiker verzichten auf ihre VIP Pl&#228;tze um ein Zeichen zu setzen, ein Zeichen das wahrscheinlich kein Einlenken der Ukraine im Fall Timoschenko erreicht. Es ist ein Beweis f&#252;r die Menschen in Europa, dass ihre Politiker doch noch ein Herz haben und nicht nur auf Ihre eigenen Vorteile aus sind. 
Die Ukraine zu boykottieren ist auch wesentlich einfacher, als China. Wo waren die Boykott-Rufe der EU Kommission bei den olympischen Sommerspielen in Peking? China ist eine Wirtschaftsmacht, Europa von ihr abh&#228;ngig. Deswegen scheint man im Fall von China eher ruhige, beschwichtigende T&#246;ne anzuschlagen. W&#228;re das im Falle der Ukraine nicht auch der richtige Weg? Entzieht sich die Politik mit ihrem Boykott im Falle der Fu&#223;ball-EM nicht ihrer Verantwortung? 

 Damals war noch alles in Ordnung: UEFA Pr&#228;sident Michel Platini, Grzegorz Lato (Pr&#228;sident des polnischen Fu&#223;ballverbands), Grigory Surkis (Pr&#228;sident des Fu&#223;ballverbandes in der Ukraine) Bild AFP


Als die Ukraine bei der Auslosung 2006 das Rennen machte, stellte niemand Fragen. Obwohl das politische System damals schon instabil war und von einer Demokratie meilenweit entfernt. Allein im vergangenen Jahr sollen 900&#180;000 ukrainische Gefangene Opfer von Folter geworden sein. Julia Timoschenko ist aktuell das Gesicht dieser Menschen. Wer als Politiker jetzt scheinheilige Emp&#246;rung &#228;ussert und den Spielen fernbleibt, nimmt seine Verantwortung nicht wahr. Der Auftrag muss lauten, die Kameras und Mikrofone vor Ort zu nutzen, um auf Missst&#228;nde aufmerksam zu machen. Alleine mit der Freilassung von Julia Timoschenko hat sich in diesem Land noch nichts ver&#228;ndert. 

Grunds&#228;tzlich ist es ohnehin fragw&#252;rdig, Staaten mit menschenverachtenden Systemen den Zuschlag f&#252;r Sport-Gro&#223;veranstaltungen zu geben, wie das Beispiel des Formel 1 GP&#180;s in Bahrain vor wenigen Wochen zeigte. Immer hinterher Emp&#246;rung zu &#228;ussern wirkt scheinheilig. Also sollte auch im Sport ein Umdenken stattfinden. 
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Der Brite Charles Cunningham Boycott war im 19. Jahrhundert ein Gutsverwalter und Menschenschinder, dem die P&#228;chter den Zins verweigerten. Sein Verhalten gegen&#252;ber den P&#228;chtern f&#252;hrte schon im ersten Amtsjahr dazu, dass niemand mehr f&#252;r ihn arbeiten, von ihm kaufen und an ihn verkaufen wollte. <b>Wenig sp&#228;ter wurde sein Name ein offizieller Begriff f&#252;r diese Art des Widerstands. </b></p>

<p>Im Vorfeld der Fu&#223;ball Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist sein Name &#8220;Boycott&#8221; wieder in aller Munde. <b>Ausl&#246;ser ist die Inhaftierung der ukrainischen Oppositionsf&#252;hrerin Julia Timoschenko. </b>Boykottaufrufe ziehen durch ganz Europa. Die Politik solidarisiert mit Timoschenko, der Sport h&#228;lt sich zur&#252;ck. Inzwischen hat die EU Kommission angek&#252;ndigt, man werde nicht zu den Spielen der Fu&#223;ball EM in die Ukraine fahren, obwohl man eigentlich fu&#223;ballbegeistert sei, sagte EU-Kommissionspr&#228;sident Jos&#233; Manuel Barroso. Politiker verzichten auf ihre VIP Pl&#228;tze um ein Zeichen zu setzen, ein Zeichen das wahrscheinlich kein Einlenken der Ukraine im Fall Timoschenko erreicht. <b>Es ist ein Beweis f&#252;r die Menschen in Europa, dass ihre Politiker doch noch ein Herz haben und nicht nur auf Ihre eigenen Vorteile aus sind.</b> <br />
Die Ukraine zu boykottieren ist auch wesentlich einfacher, als China. <b>Wo waren die Boykott-Rufe der EU Kommission bei den olympischen Sommerspielen in Peking?</b> China ist eine Wirtschaftsmacht, Europa von ihr abh&#228;ngig. Deswegen scheint man im Fall von China eher ruhige, beschwichtigende T&#246;ne anzuschlagen. W&#228;re das im Falle der Ukraine nicht auch der richtige Weg? <b>Entzieht sich die Politik mit ihrem Boykott im Falle der Fu&#223;ball-EM nicht ihrer Verantwortung? </b></p>

<div class="image_block"><img src="http://www.der-schweizer.com/blog/media/blogs/blog/s_69euroLogo.jpg" alt="" title="" width="280" height="448" /></div><p> <i>Damals war noch alles in Ordnung: UEFA Pr&#228;sident Michel Platini, Grzegorz Lato (Pr&#228;sident des polnischen Fu&#223;ballverbands), Grigory Surkis (Pr&#228;sident des Fu&#223;ballverbandes in der Ukraine)</i> Bild AFP</p>


<p>Als die Ukraine bei der Auslosung 2006 das Rennen machte, stellte niemand Fragen. Obwohl das politische System damals schon instabil war und von einer Demokratie meilenweit entfernt. <b>Allein im vergangenen Jahr sollen 900&#180;000 ukrainische Gefangene Opfer von Folter geworden sein.</b> Julia Timoschenko ist aktuell das Gesicht dieser Menschen. Wer als Politiker jetzt scheinheilige Emp&#246;rung &#228;ussert und den Spielen fernbleibt, nimmt seine Verantwortung nicht wahr. <b>Der Auftrag muss lauten, die Kameras und Mikrofone vor Ort zu nutzen, um auf Missst&#228;nde aufmerksam zu machen.</b> Alleine mit der Freilassung von Julia Timoschenko hat sich in diesem Land noch nichts ver&#228;ndert. </p>

<p>Grunds&#228;tzlich ist es ohnehin fragw&#252;rdig, Staaten mit menschenverachtenden Systemen den Zuschlag f&#252;r Sport-Gro&#223;veranstaltungen zu geben, wie das Beispiel des Formel 1 GP&#180;s in Bahrain vor wenigen Wochen zeigte. <b>Immer hinterher Emp&#246;rung zu &#228;ussern wirkt scheinheilig.</b> Also sollte auch im Sport ein Umdenken stattfinden. </p>
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					<title>Letzte DSDS Staffel im Sommer?</title>
					<link>http://www.der-schweizer.com/blog/index.php?blog=5&amp;title=letzte_dsds_staffel_im_sommer&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1</link>
					<pubDate>Mon, 30 Apr 2012 10:59:24 +0000</pubDate>
					<dc:creator>der Schweizer</dc:creator>
					<category domain="main">Kategorie 2</category>					<guid isPermaLink="false">314@http://www.der-schweizer.com/blog/</guid>
					<description>Keine Frage: RTL hat mit DSDS immer noch eine Starke Marke, die dem Privatsender zur Markf&#252;hrerschaft in der Zielgruppe verhilft. Nichts desto trotz, scheint sich der einstige ICE im TV Programm in einen Regionalexpress zu verwandeln. Die neunte Staffel erreichte zum Ende die niedrigste Final-Quote seit dem Sendestart. Obwohl dieses Mal dem Gewinner auch noch 500&#180;000 Euro winkten und die Jury einmal mehr ausgetauscht wurde, schaffte es DSDS nicht den Quotenr&#252;ckgang zu stoppen. 

In K&#246;ln scheint der Handlungsbedarf am Format aktuell gro&#223; zu sein. So ist heute zu lesen, dass RTL die DSDS Jury austauschen will.W&#228;hrend sich Dieter Bohlen wie ein Fels in der Brandung auf dem Jury-Stuhl h&#228;lt, m&#252;ssen also Bruce Darnell und Nathalie Horler gehen. Insgesamt haben schon 14 verschiedene Jury-Mitglieder bei DSDS mitgewirkt. Weil man bei der n&#228;chsten Staffel aber noch mehr &#228;ndern will, muss auch Moderator Marco Schreyl gehen.
Bereits im Sommer beginnen die Arbeiten an der n&#228;chsten Staffel, die eine Wende bringen soll. Dazu werden, so berichtet die &#8220;Bild&#8221; am Montag, auch einige Spielregeln ge&#228;ndert: Es sollen nur noch vollj&#228;hrige Kandidaten teilnehmen d&#252;rfen und die Live-Shows sollen mit gleich viel M&#228;nnern wie Frauen starten. Was bringen allerdings diese Regel&#228;nderungen?  Shows wie &#8220;The Voice&#8221; oder &#8220;X-Factor&#8221; halten die guten Quoten der Auftaktsendungen nicht bis zum Staffelende und das obwohl sie sich mit anderen Regeln und einer &#8220;kompetenteren&#8221; Jury von DSDS unterscheiden. Dass eine Mischung zwischen Casting- und Gameshow auch nicht funktioniert zeigt Sat1 aktuell mit &#8220;The Winner is&#8230;". Wie also muss sich DSDS ver&#228;ndern um den Abw&#228;rtstrend zu stoppen? Ich glaube, egal was man versucht, DSDS wird nie wieder zu fr&#252;heren Erfolgen zur&#252;ckkehren. Es gibt und gab einfach zu viele Castingshows in denen neue S&#228;nger gesucht werden. Entweder man gibt sich in K&#246;ln ab sofort mit geringeren Marktanteilen zufrieden (wie es das ZDF seit Jahren bei &#8220;Wetten Dass&#8221; macht), oder man feiert im Sommer mit der 10-ten DSDS Staffel das gro&#223;e Finale. 
Comeback nicht ausgeschlossen! :D</description>
					<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Frage: RTL hat mit DSDS immer noch eine Starke Marke, die dem Privatsender zur Markf&#252;hrerschaft in der Zielgruppe verhilft. <b>Nichts desto trotz, scheint sich der einstige ICE im TV Programm in einen Regionalexpress zu verwandeln.</b> Die neunte Staffel erreichte zum Ende die niedrigste Final-Quote seit dem Sendestart. Obwohl dieses Mal dem Gewinner auch noch 500&#180;000 Euro winkten und die Jury einmal mehr ausgetauscht wurde, schaffte es DSDS nicht den Quotenr&#252;ckgang zu stoppen. </p>
<div class="image_block"><img src="http://www.der-schweizer.com/blog/media/blogs/blog/co7_6280_RTL_DSDS_Logo.jpg" alt="" title="" width="285" height="159" /></div>
<p>In K&#246;ln scheint der Handlungsbedarf am Format aktuell gro&#223; zu sein. <b>So ist heute zu lesen, dass RTL die DSDS Jury austauschen will.</b>W&#228;hrend sich Dieter Bohlen wie ein Fels in der Brandung auf dem Jury-Stuhl h&#228;lt, m&#252;ssen also Bruce Darnell und Nathalie Horler gehen. Insgesamt haben schon 14 verschiedene Jury-Mitglieder bei DSDS mitgewirkt. Weil man bei der n&#228;chsten Staffel aber noch mehr &#228;ndern will, muss auch Moderator Marco Schreyl gehen.<br />
<b>Bereits im Sommer beginnen die Arbeiten an der n&#228;chsten Staffel, die eine Wende bringen soll.</b> Dazu werden, so berichtet die &#8220;Bild&#8221; am Montag, auch einige Spielregeln ge&#228;ndert: Es sollen nur noch vollj&#228;hrige Kandidaten teilnehmen d&#252;rfen und die Live-Shows sollen mit gleich viel M&#228;nnern wie Frauen starten. <b>Was bringen allerdings diese Regel&#228;nderungen?</b>  Shows wie &#8220;The Voice&#8221; oder &#8220;X-Factor&#8221; halten die guten Quoten der Auftaktsendungen nicht bis zum Staffelende und das obwohl sie sich mit anderen Regeln und einer &#8220;kompetenteren&#8221; Jury von DSDS unterscheiden. Dass eine Mischung zwischen Casting- und Gameshow auch nicht funktioniert zeigt Sat1 aktuell mit &#8220;The Winner is&#8230;". <b>Wie also muss sich DSDS ver&#228;ndern um den Abw&#228;rtstrend zu stoppen?</b> Ich glaube, egal was man versucht, DSDS wird nie wieder zu fr&#252;heren Erfolgen zur&#252;ckkehren. <b>Es gibt und gab einfach zu viele Castingshows in denen neue S&#228;nger gesucht werden. </b>Entweder man gibt sich in K&#246;ln ab sofort mit geringeren Marktanteilen zufrieden (wie es das ZDF seit Jahren bei &#8220;Wetten Dass&#8221; macht), oder man feiert im Sommer mit der 10-ten DSDS Staffel das gro&#223;e Finale. <br />
<b>Comeback nicht ausgeschlossen! </b><img src="http://www.der-schweizer.com/blog/rsc/smilies/icon_biggrin.gif" alt="&#58;&#68;" class="middle" /></p>]]></content:encoded>
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								<item>
					<title>Sportliche Omas erzeugen ein schlechtes Gewissen</title>
					<link>http://www.der-schweizer.com/blog/index.php?blog=5&amp;title=mein_squash_comeback_nach_10_jahren&amp;more=1&amp;c=1&amp;tb=1&amp;pb=1</link>
					<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 17:31:55 +0000</pubDate>
					<dc:creator>der Schweizer</dc:creator>
					<category domain="main">Kategorie 2</category>					<guid isPermaLink="false">313@http://www.der-schweizer.com/blog/</guid>
					<description>W&#228;hrend meines Januar Urlaubs in Amsterdam, sind mir die vielen L&#228;ufer in den Parks aufgefallen. Wenn der Holl&#228;nder auch nur eine halbe Stunde Pause hat, schnappt er sich die Schuhe und l&#228;uft. Mein Hotel lag direkt am Vondelpark, einem wundersch&#246;nen Areal mit einer Laufstrecke von 5 Kilometern L&#228;nge. W&#228;hrend ich also mit R&#252;hrei, Speck und Croissant beim Fr&#252;hst&#252;ck sass, sind sie alle am Fenster vorbeigerannt: Studenten, M&#252;tter mit Kinderwagen, Opas &#38; Omas, Teenager, sogar die Hunde hechelten durch den Park - immer dem Herrchen hinterher. &#220;berholt wurden die L&#228;ufer von Fahrradfahrern, die ein Tempo an den Tag legten, wie bei uns Motorradfahrer.  Nicht umsonst hei&#223;t das bekannte holl&#228;ndische Fahrradunternehmen &#8220;Gazelle". Da sass ich also mit meinem dicken Bauch beim Fr&#252;hst&#252;ck und hatte ein sau schlechtes Gewissen. Wenn sogar eine Oma mit ihren Nike-Laufschuhen die 5 Kilometer bei Schneeregen schafft, dann werd ich das wohl auch hinbekommen. Irgendwo in meinem Kopf hatte sich dieser Gedanke eingenistet. Er hatte sich verdammt gut eingenistet und zwar so gut, dass ich ihn irgendwie vergessen habe. Das Wetter war ja in den letzten beiden Monaten auch nicht so sch&#246;n und ich wollte mir einfach keine fiese Erk&#228;ltung beim joggen holen. Vor ein paar Wochen sind mir dann meine alten Laufschuhe in die H&#228;nde gefallen, als ich gerade die Weihnachtsdeko im Keller verstaute. Ich habe das als Zeichen einer h&#246;heren Macht verstanden und war dann tats&#228;chlich am n&#228;chsten Morgen laufen. Leider musste ich dabei wieder einmal feststellen, dass laufen nicht mein Sport ist. Gerade in der Stadt, wo man von ekligen Dieselfahrzeugen &#252;berholt wird und dabei versucht nicht zu atmen, f&#252;hlt sich laufen f&#252;r mich ungesund an. Wie es der Zufall so wollte, rief mich einen Tag sp&#228;ter mein Freund Alex an und fragte, ob ich zum Squash mitkommen wolle. Ich war begeistert: Endlich eine Sportart die mir liegt! Vor Jahren hatte ich schon Squash gespielt und ich glaubte mich erinnern zu k&#246;nnen, keine so schlechte Figur abgegeben zu haben. Das bl&#246;de war nur, dass ich jedes Mal danach meine F&#252;&#223;e kaum noch bewegen konnte und wie ein Ente nach Hause gewatschelt bin. Das sah total bescheuert aus, f&#252;hlte sich aber gut an, wenn ich gewonnen hatte. 


Mein Comeback beim Squash vor 3 Wochen war dann doch etwas holprig. Irgendwie macht es sich bemerkbar, dass ich bald 30 werde und keine 20 mehr bin. Trotzdem habe ich gek&#228;mpft wie ein L&#246;we. Ganz nach dem Motto: Lieber tot als zweiter. Ersteres h&#228;tte ich auch fast geschafft. :D Squash ist eine zu Unrecht in den Hintergrund ger&#252;ckte Sportart. Sie fordert den ganzen K&#246;rper und macht unglaublich Spa&#223;, sofern man nicht jeden Satz verliert. V&#246;llig entkr&#228;ftet hatte ich nach dem letzten Spiel meine Sportklamotten in die Tasche gepackt und bin an den verglasten Squash-Pl&#228;tzen vorbeigegangen. Aus dem Augenwinkel fiel mir eine Oma in Nike Schuhen auf, die ihren Spielpartner &#252;ber&#180;s Feld jagte. Neid stieg in meinem von Schmerzen gebeutelten K&#246;rper auf, als ich die T&#252;re hinter mir zuzog&#8230;>:XX

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					<content:encoded><![CDATA[<p>W&#228;hrend meines Januar Urlaubs in Amsterdam, sind mir die vielen L&#228;ufer in den Parks aufgefallen. <b>Wenn der Holl&#228;nder auch nur eine halbe Stunde Pause hat, schnappt er sich die Schuhe und l&#228;uft. </b>Mein Hotel lag direkt am Vondelpark, einem wundersch&#246;nen Areal mit einer Laufstrecke von 5 Kilometern L&#228;nge. W&#228;hrend ich also mit R&#252;hrei, Speck und Croissant beim Fr&#252;hst&#252;ck sass, sind sie alle am Fenster vorbeigerannt: Studenten, M&#252;tter mit Kinderwagen, Opas &amp; Omas, Teenager, sogar die Hunde hechelten durch den Park - immer dem Herrchen hinterher. <b>&#220;berholt wurden die L&#228;ufer von Fahrradfahrern, die ein Tempo an den Tag legten, wie bei uns Motorradfahrer. </b> Nicht umsonst hei&#223;t das bekannte holl&#228;ndische Fahrradunternehmen &#8220;Gazelle". Da sass ich also mit meinem dicken Bauch beim Fr&#252;hst&#252;ck und hatte ein sau schlechtes Gewissen. <b>Wenn sogar eine Oma mit ihren Nike-Laufschuhen die 5 Kilometer bei Schneeregen schafft, dann werd ich das wohl auch hinbekommen.</b> Irgendwo in meinem Kopf hatte sich dieser Gedanke eingenistet. Er hatte sich verdammt gut eingenistet und zwar so gut, dass ich ihn irgendwie vergessen habe. Das Wetter war ja in den letzten beiden Monaten auch nicht so sch&#246;n und ich wollte mir einfach keine fiese Erk&#228;ltung beim joggen holen. <b>Vor ein paar Wochen sind mir dann meine alten Laufschuhe in die H&#228;nde gefallen, als ich gerade die Weihnachtsdeko im Keller verstaute.</b> Ich habe das als Zeichen einer h&#246;heren Macht verstanden und war dann tats&#228;chlich am n&#228;chsten Morgen laufen. Leider musste ich dabei wieder einmal feststellen, dass laufen nicht mein Sport ist. <b>Gerade in der Stadt, wo man von ekligen Dieselfahrzeugen &#252;berholt wird und dabei versucht nicht zu atmen, f&#252;hlt sich laufen f&#252;r mich ungesund an.</b> Wie es der Zufall so wollte, rief mich einen Tag sp&#228;ter mein Freund Alex an und fragte, ob ich zum Squash mitkommen wolle. <b>Ich war begeistert: Endlich eine Sportart die mir liegt!</b> Vor Jahren hatte ich schon Squash gespielt und ich glaubte mich erinnern zu k&#246;nnen, keine so schlechte Figur abgegeben zu haben. Das bl&#246;de war nur, dass ich jedes Mal danach meine F&#252;&#223;e kaum noch bewegen konnte und wie ein Ente nach Hause gewatschelt bin. Das sah total bescheuert aus, f&#252;hlte sich aber gut an, wenn ich gewonnen hatte. </p>
<div class="image_block"><img src="http://www.der-schweizer.com/blog/media/blogs/blog/squash-1.jpg" alt="" title="" width="365" height="365" /></div>

<p><b>Mein Comeback beim Squash vor 3 Wochen war dann doch etwas holprig.</b> Irgendwie macht es sich bemerkbar, dass ich bald 30 werde und keine 20 mehr bin. Trotzdem habe ich gek&#228;mpft wie ein L&#246;we. Ganz nach dem Motto: Lieber tot als zweiter. Ersteres h&#228;tte ich auch fast geschafft. <img src="http://www.der-schweizer.com/blog/rsc/smilies/icon_biggrin.gif" alt="&#58;&#68;" class="middle" /> <b>Squash ist eine zu Unrecht in den Hintergrund ger&#252;ckte Sportart.</b> Sie fordert den ganzen K&#246;rper und macht unglaublich Spa&#223;, sofern man nicht jeden Satz verliert. V&#246;llig entkr&#228;ftet hatte ich nach dem letzten Spiel meine Sportklamotten in die Tasche gepackt und bin an den verglasten Squash-Pl&#228;tzen vorbeigegangen. Aus dem Augenwinkel fiel mir eine Oma in Nike Schuhen auf, die ihren Spielpartner &#252;ber&#180;s Feld jagte. <b>Neid stieg in meinem von Schmerzen gebeutelten K&#246;rper auf, als ich die T&#252;re hinter mir zuzog&#8230;</b><img src="http://www.der-schweizer.com/blog/rsc/smilies/icon_censored.gif" alt="&#62;&#58;&#88;&#88;" class="middle" /></p>

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								<item>
					<title>Menschenhandel im Cyberspace</title>
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					<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 08:00:34 +0000</pubDate>
					<dc:creator>der Schweizer</dc:creator>
					<category domain="main">Kategorie 2</category>					<guid isPermaLink="false">312@http://www.der-schweizer.com/blog/</guid>
					<description>33 Dollar ist ein User im Netz aktuell wert. Eine Menge davon hat gerade Mark Zuckerberg mit seinem Online-Netzwerk Facebook gekauft. 1 Milliarde Dollar hat der j&#252;ngste Self-Made-Milliard&#228;r f&#252;r den Fotodienst Instagram auf den Tisch gelegt. Es ist eine unfassbar hohe Summe f&#252;r ein Unternehmen, das gerade mal seit ein paar Jahren existiert und nur 15 Mitarbeiter hat. Instagram macht kaum Umsatz, wahrscheinlich auch keinen Gewinn, trotzdem zahlt einer soviel Geld f&#252;r diese Firma. Um das zu verstehen, muss man sich die Entwicklung des Fotodienstes anschauen: Instagram ging im Herbst 2010 an den Start und konnte seine Nutzerzahlen bis heute auf 30 Millionen User steigern. Einen solchen Ansturm, in so kurzer Zeit, kann kein anderes Internet-Startup aktuell verzeichnen. Und diese 30 Millionen Menschen sind das ganze Kapital der Firma. Mehr gibt es da nicht. So revolution&#228;r ist die Technik dieser Foto Apps nicht, es gab sie schon fr&#252;her. Da wird also eine Firma nur teuer verkauft, weil sie eine Menge Kunden hat? Und diese Kunden bringen der Firma nicht mal Geld, weil alles umsonst genutzt wird? 



Bild: techcrunch.com


Im Internet sind diese Deals nicht neu. Seiten wie Youtube oder Facebook sind milliardenschwer, obwohl sie keine eigenen Inhalte liefern. Sie existieren, weil es Kunden gibt, die ihre Portale mit Inhalten f&#252;llen. Gibt es diese Kunden eines Tages nicht mehr, sind diese Firmen ganz schnell weg, wie das Beispiel von Studi VZ zeigt. Im Februar 2012 berichtete die S&#252;ddeutsche, dass die VZ-Netzwerke einen R&#252;ckgang der Seitenaufrufe um 80% zu verzeichnen haben. Dies erkl&#228;rt sich durch die geringe Aktivit&#228;t der Mitglieder. Pl&#246;tzlich sind von den 16 Mio. Mitgliedern nur noch 5 Mio. regelm&#228;ssig online, der Rest wandert r&#252;ber zu Facebook. Was das f&#252;r den Wert der Firma bedeutet, die nur dank ihrer aktiven Mitglieder erfolgreich Werbekunden angelt, ahnt man schon. Interessant wird es, wenn Facebook demn&#228;chst an die B&#246;rse geht. Dann muss offen gelegt werden, wie viel Umsatz das Sozialnetzwerk macht und was davon als Gewinn &#252;brig bleibt. Dann geht es um echte Zahlen und nicht um Phantasiewerte.
Mich beunruhigen diese Millarden-Deals im Internet, wie der von Facebook und Instagram. Wie bei der weltweiten Finanzkrise, ausgel&#246;st durch faule Bankenkredite, ist auch bei dem Internetdeal kaum echtes Geld im Spiel: Die Gr&#252;nder von Instagram werden unter anderem mit Facebook Aktien ausbezahlt. </description>
					<content:encoded><![CDATA[<p>33 Dollar ist ein User im Netz aktuell wert. Eine Menge davon hat gerade Mark Zuckerberg mit seinem Online-Netzwerk Facebook gekauft. <b>1 Milliarde Dollar hat der j&#252;ngste Self-Made-Milliard&#228;r f&#252;r den Fotodienst Instagram auf den Tisch gelegt.</b> Es ist eine unfassbar hohe Summe f&#252;r ein Unternehmen, das gerade mal seit ein paar Jahren existiert und nur 15 Mitarbeiter hat. <b>Instagram macht kaum Umsatz, wahrscheinlich auch keinen Gewinn, trotzdem zahlt einer soviel Geld f&#252;r diese Firma.</b> Um das zu verstehen, muss man sich die Entwicklung des Fotodienstes anschauen: Instagram ging im Herbst 2010 an den Start und konnte seine Nutzerzahlen bis heute auf 30 Millionen User steigern. <b>Einen solchen Ansturm, in so kurzer Zeit, kann kein anderes Internet-Startup aktuell verzeichnen.</b> Und diese 30 Millionen Menschen sind das ganze Kapital der Firma. Mehr gibt es da nicht. So revolution&#228;r ist die Technik dieser Foto Apps nicht, es gab sie schon fr&#252;her. <b>Da wird also eine Firma nur teuer verkauft, weil sie eine Menge Kunden hat?</b> Und diese Kunden bringen der Firma nicht mal Geld, weil alles umsonst genutzt wird? </p>
<div class="image_block"><img src="http://www.der-schweizer.com/blog/media/blogs/blog/instagram_logo.png" alt="" title="" width="288" height="288" /></div>


<p><i>Bild: techcrunch.com</i></p>


<p>Im Internet sind diese Deals nicht neu. Seiten wie Youtube oder Facebook sind milliardenschwer, obwohl sie keine eigenen Inhalte liefern. <b>Sie existieren, weil es Kunden gibt, die ihre Portale mit Inhalten f&#252;llen.</b> Gibt es diese Kunden eines Tages nicht mehr, sind diese Firmen ganz schnell weg, wie das Beispiel von Studi VZ zeigt. <b>Im Februar 2012 berichtete die S&#252;ddeutsche, dass die VZ-Netzwerke einen R&#252;ckgang der Seitenaufrufe um 80% zu verzeichnen haben.</b> Dies erkl&#228;rt sich durch die geringe Aktivit&#228;t der Mitglieder. Pl&#246;tzlich sind von den 16 Mio. Mitgliedern nur noch 5 Mio. regelm&#228;ssig online, der Rest wandert r&#252;ber zu Facebook. <b>Was das f&#252;r den Wert der Firma bedeutet, die nur dank ihrer aktiven Mitglieder erfolgreich Werbekunden angelt, ahnt man schon.</b> Interessant wird es, wenn Facebook demn&#228;chst an die B&#246;rse geht. Dann muss offen gelegt werden, wie viel Umsatz das Sozialnetzwerk macht und was davon als Gewinn &#252;brig bleibt. <b>Dann geht es um echte Zahlen und nicht um Phantasiewerte.</b><br />
Mich beunruhigen diese Millarden-Deals im Internet, wie der von Facebook und Instagram. Wie bei der weltweiten Finanzkrise, ausgel&#246;st durch faule Bankenkredite, ist auch bei dem Internetdeal kaum echtes Geld im Spiel: <b>Die Gr&#252;nder von Instagram werden unter anderem mit Facebook Aktien ausbezahlt. </b></p>]]></content:encoded>
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					<title>Mein irres Tankerlebnis vor Ostern</title>
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					<pubDate>Fri, 06 Apr 2012 17:53:50 +0000</pubDate>
					<dc:creator>der Schweizer</dc:creator>
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					<description>Ich lenke meinen Wagen von der Otto-Suhr-Allee in eine Seitenstrasse. Hier muss sie doch irgendwo sein, diese &#8220;Freie Tankstelle", bei der man seit ein paar Minuten 5 Cent weniger f&#252;r den Liter Super zahlen muss. Eine schlaue App auf meinem I-Phone hat mir diesen &#8220;Ort der Gl&#252;ckseligkeit&#8221; empfohlen. Anscheinend bin ich nicht der einzige mit dieser App, ein paar Berliner haben sie auch schon. Die Blechschlange vor den Zapfs&#228;ulen ist lang. Immer wieder schauen die Autobesitzer auf die Anzeige, um sich zu vergewissern, dass der Preis immer noch derselbe ist, wie vor 5 Minuten. Dann kommt etwas Bewegung ins Spiel: Mein Vordermann f&#228;hrt an die Zapfs&#228;ule, Schlauch in den Tank und los. Fr&#252;her hat man diesen kleinen Hebel am Tankschlauch einrasten lassen, so konnte das Benzin ungehindert fliessen, bis der Tank randvoll war. Heute verfolgt jeder die Euro-Anzeige. Die dreht sich schneller als man gucken kann nach oben.
Ein Hupkonzert holt mich aus meinen Gedanken - das Auto vor mir ist schon weg. Ich fahre vor, schalte den Motor aus, gehe l&#228;ssig um meinen Wagen und stecke den Schlauch in den Tank. Ausnahmsweise lass ich den kleinen Hebel einrasten, als mir pl&#246;tzlich auff&#228;llt, dass ein Berliner Vogel mit schlechter Verdauung direkt auf meine Heckscheibe gesch**ssen hat! Ich hole mir einen Scheibenabzieher mit verlottertem Schwamm aus dem Eimer mit Wasser und versuche den Vogeldreck weg zu schrubben. Hinter mir hupt es schon wieder: &#8220;Ey, Scheibe putzen kannste nachher, fahr mal weg&#8221;, br&#252;llt ein Taxifahrer. &#8220;Fahr doch zu Aral oder Shell, da ist immer ne Zapfs&#228;ule frei&#8221;, br&#252;lle ich zur&#252;ck. Von so einem lass ich mich doch nicht hetzen, der Vogeldreck muss erstmal weg. Um den Taxifahrer zu &#228;rgern, putze ich auch noch die eh schon sauberen Seitenscheiben. 
Wie aus einem Traum schrecke ich pl&#246;tzlich hoch und blicke auf die Zapfs&#228;ule: Verdammt, ich wollte doch nur f&#252;r 40 Euro tanken, f&#228;hrt es mir durch den Kopf. 107,54 Euro prangen auf der Anzeige. Ich bleibe wie angewurzelt stehen, w&#228;hrend der Taxifahrer noch mal auf die Hupe dr&#252;ckt. Wie konnte ich nur so bl&#246;d sein, den kleinen Hebel am Schlauch einrasten zu lassen? Ich Idiot hab mir doch tats&#228;chlich vor Ostern, wo die Preise am h&#246;chsten sind, den Tank randvoll gemacht. W&#252;tend, wie Uli Hoeness nach jeder Bayern Niederlage, stapfe ich zur Kasse. 
Wiederwillig sage ich dem Abzocker hinterm Tresen die Nummer meiner Zapfs&#228;ule, begleiche den Betrag mit der EC-Karte und w&#252;nsche dem Kassierer beim rausgehen kein sch&#246;nes Osterfest. Fast h&#228;tte ich einen dieser Pappaufsteller mit den bl&#246;den Bonusheftchen umgeworfen. Auf dem Weg zum Auto sehe ich, dass sich der Taxifahrer von eben, komischerweise aus dem Staub gemacht hat. Typisch Berliner denke ich, k&#246;nnen einfach nicht warten. Ich steige in meinen Wagen und werfe beim abbiegen auf die Otto-Suhr-Allee einen letzten Blick auf die Preistafel: Der Liter Super ist gerade um 5 Cent nach oben geklettert. :crazy:
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					<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lenke meinen Wagen von der Otto-Suhr-Allee in eine Seitenstrasse. Hier muss sie doch irgendwo sein, diese &#8220;Freie Tankstelle", bei der man seit ein paar Minuten 5 Cent weniger f&#252;r den Liter Super zahlen muss. <b>Eine schlaue App auf meinem I-Phone hat mir diesen &#8220;Ort der Gl&#252;ckseligkeit&#8221; empfohlen.</b> Anscheinend bin ich nicht der einzige mit dieser App, ein paar Berliner haben sie auch schon. Die Blechschlange vor den Zapfs&#228;ulen ist lang. Immer wieder schauen die Autobesitzer auf die Anzeige, um sich zu vergewissern, dass der Preis immer noch derselbe ist, wie vor 5 Minuten. Dann kommt etwas Bewegung ins Spiel: Mein Vordermann f&#228;hrt an die Zapfs&#228;ule, Schlauch in den Tank und los. <b>Fr&#252;her hat man diesen kleinen Hebel am Tankschlauch einrasten lassen, so konnte das Benzin ungehindert fliessen, bis der Tank randvoll war.</b> Heute verfolgt jeder die Euro-Anzeige. Die dreht sich schneller als man gucken kann nach oben.<br />
Ein Hupkonzert holt mich aus meinen Gedanken - das Auto vor mir ist schon weg. Ich fahre vor, schalte den Motor aus, gehe l&#228;ssig um meinen Wagen und stecke den Schlauch in den Tank. <b>Ausnahmsweise lass ich den kleinen Hebel einrasten, als mir pl&#246;tzlich auff&#228;llt, dass ein Berliner Vogel mit schlechter Verdauung direkt auf meine Heckscheibe gesch**ssen hat!</b> Ich hole mir einen Scheibenabzieher mit verlottertem Schwamm aus dem Eimer mit Wasser und versuche den Vogeldreck weg zu schrubben. Hinter mir hupt es schon wieder: <b>&#8220;Ey, Scheibe putzen kannste nachher, fahr mal weg&#8221;</b>, br&#252;llt ein Taxifahrer. <b>&#8220;Fahr doch zu Aral oder Shell, da ist immer ne Zapfs&#228;ule frei&#8221;</b>, br&#252;lle ich zur&#252;ck. Von so einem lass ich mich doch nicht hetzen, der Vogeldreck muss erstmal weg. Um den Taxifahrer zu &#228;rgern, putze ich auch noch die eh schon sauberen Seitenscheiben. <br />
Wie aus einem Traum schrecke ich pl&#246;tzlich hoch und blicke auf die Zapfs&#228;ule: <b>Verdammt, ich wollte doch nur f&#252;r 40 Euro tanken, f&#228;hrt es mir durch den Kopf.</b> 107,54 Euro prangen auf der Anzeige. Ich bleibe wie angewurzelt stehen, w&#228;hrend der Taxifahrer noch mal auf die Hupe dr&#252;ckt. <b>Wie konnte ich nur so bl&#246;d sein, den kleinen Hebel am Schlauch einrasten zu lassen?</b> Ich Idiot hab mir doch tats&#228;chlich vor Ostern, wo die Preise am h&#246;chsten sind, den Tank randvoll gemacht. <b>W&#252;tend, wie Uli Hoeness nach jeder Bayern Niederlage, stapfe ich zur Kasse. </b><br />
Wiederwillig sage ich dem Abzocker hinterm Tresen die Nummer meiner Zapfs&#228;ule, begleiche den Betrag mit der EC-Karte und w&#252;nsche dem Kassierer beim rausgehen kein sch&#246;nes Osterfest. Fast h&#228;tte ich einen dieser Pappaufsteller mit den bl&#246;den Bonusheftchen umgeworfen. Auf dem Weg zum Auto sehe ich, dass sich der Taxifahrer von eben, komischerweise aus dem Staub gemacht hat. <b>Typisch Berliner denke ich, k&#246;nnen einfach nicht warten.</b> Ich steige in meinen Wagen und werfe beim abbiegen auf die Otto-Suhr-Allee einen letzten Blick auf die Preistafel: <b>Der Liter Super ist gerade um 5 Cent nach oben geklettert. </b><img src="http://www.der-schweizer.com/blog/rsc/smilies/icon_crazy.gif" alt="&#58;&#99;&#114;&#97;&#122;&#121;&#58;" class="middle" /></p>
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