Archiv für: August 2009

29.08.09

Permalink 18:28:17, von der Schweizer, 213 Wörter, 77 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Buchtipp: Martin Suter - Das Bonusgeheimnis

Fast täglich liest man in den Zeitungen über Manager und Ihre Abfindungen. Neustes Beispiel ist Arcandor Chef Georg Eick. Auf ihn könnte schon bald ein Geldregen niederprasseln. Nächsten Dienstag wird voraussichtlich das Insolvenzverfahren gegen den Mutterkonzern von Karstadt eröffnet. Der Topmanager Eick wird dann wohl zurücktreten. Er wollte das Unternehmen sanieren, ist damit aber gescheitert. Weil Herr Eick aber einen guten Vertrag unterschrieben hat, stehen ihm als Abfindung 15 Mio. Euro zu. Das bedeutet, dass er für jeden Arbeitstag bei Arcandor umgerechnet 80´000 Euro bekommen würde. Mein lieber Freund und ich dachte es sei Wirtschaftskrise! Was geht eigentlich auf den Chefetagen ab? Wie verhalten sich Manager? Wie denken sie und wie werden sie immer erfolgreicher und reicher? Mein Lieblingsautor Martin Suter gibt einen Einblick in die Business Class der Arbeitswelt. Er schreibt über die Chefetage, die nicht nur für ihren spiegelglatten Boden, sondern auch für Ihre aalglatten Manager bekannt ist. “Das Bonus Geheimnis” ist eine Sammlung von Suters Kolumnen, die im Magazin des Tages-Anzeigers erschienen sind. Der ehemalige Werber und heute Bestseller Autor setzt die Pointen knallhart, er ist messerscharf und die Texte sind ultrakurz. Genau das richtige, für alle die schon immer mal wissen wollten, was sich 3 Etagen über ihrem eigenen Büro abspielt.

25.08.09

Permalink 19:36:29, von der Schweizer, 203 Wörter, 76 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Wer ist 147 Mio. Euro reicher?

Im 2000-Seelendorf Bagnone in der Toskana ist gerade der Teufel los. Denn ein Einwohner hat den größten Lottojackpot Italiens geknackt! 147 Mio. Euro und eine Menge neuer Freunde warten auf Ihn! Es ist eine unvorstellbare Summe für die ein Leben nicht reicht um sie auszugeben. Allein von den Zinsen könnte sich der Gewinner jede Woche einen Ferrari kaufen. Da muss man wohl überlegen, wem man alles vom eigenen Glück erzählt. Denn jeder im Dorf will etwas davon abhaben. Bagnone hätte gerne Geld für ein Sportzentrum, Fussball- und Tennisplatz, Bogenschießanlage, ein neues Gemeindezentrum, eine Umfahrungsstrasse usw. Die Liste ist lang. Anscheinend möchte auch noch die Mafia was davon abhaben. Klar, Schutzgeld ist da eine Steuer. Wie aber soll man sich verhalten, wenn man seit dem Wochenende 147 Mio. Euro reicher ist? Entweder man lebt so wie Lotto-Lothar und gibt die Kohle für Autos, Häuser, Schiffe & Frauen aus (und ist in 5 Jahren tot), oder man lebt so weiter wie bisher. Auch wenn es verlockend klingt, aber ich möchte nicht an Stelle des Gewinners sein. Dann wäre ich vermutlich auch in 5 Jahren tot. :D Dafür gefällt mir mein Leben viel zu sehr!

18.08.09

Permalink 16:58:27, von der Schweizer, 367 Wörter, 73 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

DVD Tipp "The Wrestler"

Mickey Rourke, ein Mann der mehr als einmal hingefallen ist und sich wieder aufgerafft hat. Das wohl größte Schauspieltalent der 80er Jahre in Hollywood. Er hat nix auf seine Karriere gegeben, wurde drogenabhängig und wollte unbedingt wieder in den Boxring steigen. Den hatte er mit 16 Jahren verlassen, wegen einer Gehirnerschütterung. Doch sein Comeback im Boxen war alles andere als erfolgreich. Er bestritt nur 8 Profikämpfe. Die Folge: Als Schauspieler wollte ihn keiner mehr haben. In den 90ern wurde der ehemals große Mickey Rourke (seit 9 1/2 Wochen kannte ihn jeder) nur noch für Nebenrollen in zweitklassigen Filmen bedacht. Er liess sich operieren und sein hübsches Gesicht von damals wurde mehr und mehr zur Maske. 2005 gelang ihm dann der Weg zurück ins Rampenlicht. In der Comic-Adaption Sin City spielte er die Hauptrolle. Eine Herausforderung war das für Mickey Rourke nicht. Seit seinen Erfolgen in den 80ern gab ihm niemand in Hollywood eine NEUE Chance. Bis 2008 der Regisseur Darren Aronofsky Mickey Rourke die Rolle seines Lebens auf den Leib schreibt. In nur 35 Tagen wurde “The Wrestler” gedreht. Ein Film über eine fiktive, amerikanische Wrestlinglegende. 20 Jahre nach seinem Höhepunkt steigt er wieder in den Ring. Ein Mann der alles verloren hatte und nur von seinem Publikum geliebt wird. “The Wrestler” hat viele Parallelen zum Leben von Mickey Rourke. Wie im wahren Leben steht auch im Film die Legende noch einmal auf für einen letzten Kampf. Authentisch gespielt, mit echten Wrestlern und einer tollen Nebendarstellerin Marisa Tomei.
“The Wrestler” zeigt, dass man auch mit 6 Millionen Dollar einen sensationellen Film drehen kann.
Rourke hat dafür einen Golden Globe und eine Oscarnominierung bekommen. Ob er noch einmal in den Hollywoodring steigt ist fraglich, denn dieses Werk kann er nicht übertreffen. Eine kleine Geschichte am Rande: Mickey Rourke hatte Bruce Springsteen vor der Fertigstellung des Films einen handgeschriebenen Brief geschickt. In dem bat er seinen alten Freund, ihm ein Lied zum Film zu schreiben. Lange hörte Rourke nichts von Springsteen. Bis ihn dieser nach einigen Monaten nachts aus Europa anrief und sagte: “Klar schreibe ich dir einen Song.” Denn wer hinfällt hat das Recht, dass man ihm wieder auf hilft.

17.08.09

Permalink 16:25:27, von der Schweizer, 208 Wörter, 75 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Zurück im Leben!

Die große Radtour Berlin-Usedom ist vorbei! Seit gestern Abend bin ich wieder zurück in der Hauptstadt. Doch ein anderer Sportler stellte meine sensationelle Leistung (300 km in 3 Tagen) in den Schatten: Usain Bolt musste natürlich just an diesem Abend einen neuen Weltrekord im 100 Meter Lauf aufstellen. Herzlichen Dank auch! Da verblasst meine Leistung ja total. Wenigstens kann ich mit 100%-iger Sicherheit sagen, dass ich nicht gedopt war. Na Usain wie sieht´s da bei dir aus, hmmm? :D Nun ja, ich will nicht nachtragend sein. Allen Radsportfans kann ich den Radweg Berlin-Usedom nur empfehlen. Eine phantastische Strecke durch die Wälder in Brandenburg und über die kleinen Hügel der Uckermark. Die Strecke ist gut ausgebaut und das interessante ist, man fährt durch kleine Ortschaften in denen keiner wohnt! Ja! Es gibt Dörfer da sieht man keinen Menschen, alles ausgestorben. Oder die haben sich alle in Sicherheit gebracht, weil sie wussten, dass ich gleich vorbeifahre. Eigentlich schade, dass so viele Leute aus den Dörfern wegziehen in die grossen Städte. Ich hab mich auf dieser Tour auf jeden Fall ein bisschen wie zu Hause gefühlt, nur die Berge haben gefehlt! Gott sei Dank, sonst hätte die Fahrt noch länger gedauert! :>>

08.08.09

Permalink 17:24:09, von der Schweizer, 222 Wörter, 55 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Der Trip meines Lebens

Montag geht es los! Ich starte mit dem Fahrrad von Berlin nach Usedom. Es wird ein Höllentrip über knapp 300 Kilometer. Es wird ein Kampf gegen Wind und Wetter. Ein Kampf gegen die eigenen Schmerzen. Werde ich heil zurückkehren und wieder der Alte sein? Oder wird mich diese Fahrt für immer verändern? Ich allein in der Natur, gegen die Natur. Puh, das wird nicht lustig. Da kann vieles passieren. Die Kette springt raus, der Reifen ist plötzlich platt oder die Trinkflasche leer. Mal ganz abgesehen von einem Sonnenbrand. Aber es ist mein Schicksal, ich werde diese Fahrt antreten. Ich werde stark sein und ich werde ans Ziel kommen. Ob am Ende auf allen vieren mit dem Rad auf dem Rücken, völlig egal! Liebe Survival-Freunde drückt mir die Daumen und ruft mich bloss nicht während der Fahrt auf dem Handy an, sonst verliere ich das Gleichgewicht und stürze in den Strassengraben!

PS:
Ich hab den Rucksack schon zweimal überprüft. Ich könnt trotzdem schwören, dass ich was wichtiges vergessen habe.
Hier die Liste, falls euch noch was einfällt:

-T-Shirts
-Badehose/Badetuch
-Pflaster, Schmerztabletten, Vaseline, Sonnenmilch
-Reisewaschmittel, Zahnbürste & Creme, Duschgel
-Sonnenbrille, Flip Flops
-Socken, Unterwäsche, Hose, Pulli, Regencape
-Digicam & Handy

Da fehlt doch was oder? So ein Mist…

03.08.09

Permalink 18:34:44, von der Schweizer, 269 Wörter, 56 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Reif für Olympia?

Vielleicht liegt es am Rekordschwimmer Paul Biedermann und an Radrennfahrer Lance Armstrong, aber seit ein paar Wochen schwimme ich nicht nur jeden zweiten Tag (2 km.), nein ich bin auch noch an den Wochenenden mit meinem neuen Rad unterwegs. Gestern vom Strandbad Wannsee zur Friedrichshöhe nach Werder. Schlappe 80 Kilometer hin und zurück. Gut, die eingefleischten Radfans lächeln bei dieser Anzahl müde, aber für mich ist das viel. Ich war schon froh, nach 5 Jahren ohne Fahrrad, das Gleichgewicht auf dem Drahtesel nicht zu verlieren. Und ich habe wieder einmal herausgefunden: Aktiver Sport macht glücklich. Ich fühlte mich großartig, als ich nach dieser Tour gestern wieder am Auto ankam. Am liebsten hätte ich mich gleich auf die Rückbank gelegt und wäre eingeschlafen :D. Diese Trainingstouren erfüllen nur einen Zweck: Kondition! Denn ich plane mit dem Fahrrad in 3 Tagen von Berlin auf die Ostsee Insel Usedom zu fahren. Das sind ca. 250 Kilometer, alles flaches Land (hoffe ich zumindest). So was hab ich noch nie gemacht und ich denke, dass es großartig wird. Freue mich auch schon auf das Gefühl, nicht mehr ohne Schmerzen irgendwo sitzen zu können!:D

Dieser ganze “Sportquatsch” ja eigentlich ein Urding der Menschen. Man versucht seinen Körper an die Grenzen zu bringen, man erträgt Schmerzen, man jagt einem Ziel hinterher, kommt dabei fast um und am Ende denkt man dann nur: Ich habe es geschafft, ich bin der Größte - HOHOHOHO! Keine Ahnung warum, aber das dachte ich auch, als mein Auto auf der Rückfahrt plötzlich in Sichtweite war!:D

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