Archiv für: Juli 2009

29.07.09

Permalink 19:08:15, von der Schweizer, 194 Wörter, 51 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Schumi Comeback ein Fehler?

7-facher Formel 1 Weltmeister, erfolgreichster Rennpilot in der Formel 1 Geschichte, stand am häufigsten auf dem Siegerpodest: Michael Schumacher, ein Mann der fast alle Rekorde im Formel 1 Auto gebrochen hat! Und jetzt kommt er zurück. Er will seinen ehemaligen Teamkollegen Felipe Massa, der sich nach einem schweren Unfall erholen muss, kurzzeitig ersetzen. Auf seiner eigenen Homepage schreibt Schumi: “Ich habe mich heute Nachmittag mit Stefano Domenicali und Luca di Montezemolo besprochen und wir haben gemeinsam entschieden, dass ich mich darauf vorbereiten werde, für Felipe einzuspringen.” Zweifelsohne ist es das größte Comeback der Formel 1 Geschichte.

Schon beim Rennen in Valencia am 23. August könnte Schumi am Steuer sitzen. Doch ist das die richtige Entscheidung? Soll ein Spitzensportler, der soviel erreicht hat wie Schumi, das Comeback wagen? Ich sage klar: NEIN! Denn Schumi macht dieses Comeback nicht um einen ausgefallen Fahrer zu ersetzen. Schumi will wieder gewinnen und das wird er nicht schaffen, schon gar nicht mit dem momentanen Auto. Er wird ins Mittelfeld abrutschen und allen in Erinnerung bleiben als der Sportler, der nie aufhören konnte. Bitte Schumi, werde nicht zum zweiten Nigel Mansell. Den wollte am Ende auch keiner mehr sehen…

27.07.09

Permalink 19:28:59, von der Schweizer, 284 Wörter, 60 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Wird man als Verkäufer doof geboren?

Mir kann man alles verkaufen! Wer mich überzeugen kann, dass ich dieses oder jenes Produkt unbedingt brauche, es gut zu mir passt oder meinen Alltag erleichtert, dem kaufe ich alles ab. Egal was es ist (auch das Miracle Blade Messerset). Der Preis spielt dabei eine Nebenrolle. Die Aufgabe eines Verkäufers besteht doch darin Ware zu verkaufen. Wenn man allerdings in Berlin in Shops unterwegs ist könnte man meinen, dass die Regale von alleine leer werden und es keine Verkäufer braucht! Da schaut man sich in einem Laden mit mindestens 4 Verkäufern um (die nix zu tun haben ausser übers Wochenende zu quatschen) und keiner kommt auf die Idee einen Kunden zu fragen ob man behilflich sein kann. Denn eines mache ich garantiert nicht: Ich frage NIE einen Verkäufer ob er mich beraten kann! Wenn es aber der Zufall will (der Verkäufer hat grad gute Laune und freut sich auf das Treffen mit seiner Freundin heute Abend) wird man tatsächlich angesprochen. Meistens von einem pickligen, 1.60 m grossen Schnösel der einen auf “dicke Hose” macht, aber vom Produkt keine Ahnung hat (googeln hilft). Auch diese Art von Verkäufer löst bei mir den Drang aus das Geschäft so schnell wie möglich zu verlassen. Von beider Sorte (der ignorante & der ahnungslose Verkäufer) gibt es in Berlin leider zu viele. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, aber das sind dann wirklich Ausnahmen (oder es sind Verkäufer in der Probezeit). Deswegen: Lieber Berliner Einzelhandel, ich warte nur darauf bis ihr euch über den Konsumrückgang in der Stadt beklagt. Natürlich könnt ihr es dann auch auf die Wirtschaftskrise schieben, ist ja viel einfacher. :crazy:

22.07.09

Permalink 19:26:53, von der Schweizer, 363 Wörter, 57 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Tür an Tür

Ich bin auf dem Land aufgewachsen in einem Dorf mit 3´500 Einwohnern. Da kannte jeder jeden. Wenn es in der Familie mal Streit gab, dann wussten das die Nachbarn sofort. Da wurden tagsüber plötzlich die Vorhänge zurückgezogen oder man ging zum Briefkasten ohne etwas herauszuholen. Man guckte, man lauschte, man tratschte. Das war völlig normal. Jetzt wohne ich in einem Haus da ist alles anders. Keiner kennt den anderen und wenn dann nur durch kurze Begegnungen. Man nickt sich im Treppenhaus zu oder murmelt ein leises “hallo” vor sich hin. In einer Stadt mit 3,5 Mio. Einwohnern kann man untertauchen, man ist plötzlich anonym. Zwar steht der eigene Name am Briefkasten, aber das hat nix zu bedeuten. Denn Namen gibt´s hier viele. Getrascht wird hier nicht. Worüber auch? Trotzdem ist es eigenartig mit Menschen Tür an Tür zu wohnen, die man nicht kennt. Die man ab und zu hört, wenn sie ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen (Musik hören und so, nicht das was ihr denkt!). Meine Nachbarin zum Beispiel, habe ich bis jetzt zweimal gesehen. Sie ist Anfang 30, hat braune lange Haare und ist sehr attraktiv. Wir haben uns bei meinem Umzug vor 2 Jahren kurz unterhalten. Etwa ein Jahr später hat sie mich an meiner Tür angetroffen und fragte, ob ich neu eingezogen wäre. Ich verneinte und sagte, dass ich hier schon seit über einem Jahr wohne. Ich muss wohl einen “bleibenden” Eindruck hinterlassen haben. Oder ich bin so gealtert, dass sie mich einfach nicht erkannt hat. Trotzdem höre ich, wenn sie nach Hause kommt, wenn sie die Wohnung verlässt, wenn sie ihre Lieblingsmusik hört. Ich sehe wenn das Licht im Wohnzimmer angeht und der Fernseher läuft. Tür an Tür und doch weiß man nicht wer auf der anderen Seite wohnt (gut, bei gewissen Nachbarn will man das auch nicht wissen…). Ich warte auf jeden Fall ab, bis ich ihr das nächste Mal im Treppenhaus begegne. Spontan wie ich bin, hab ich immer ne Flasche Sekt im Kühlschrank um meinen Einzug mit ihr zu feiern. Ich bin ja schliesslich der neue Nachbar…:D

19.07.09

Permalink 10:43:35, von der Schweizer, 376 Wörter, 58 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Die innere Reinigung

Ein Freund hat mal zu mir gesagt: Der Mensch ist wie ein Auto - anstatt Benzin tankt er allerdings Diesel. Dieses Beispiel sollte verdeutlichen wie wir uns ernähren. Gut, dieser Freund machte auch zu der Zeit gerade eine Diät. Er ass bzw. trank nur Obst. Das war dann sozusagen eine Motorwäsche, bei der alles raus gespült wurde, was da nicht hingehört. Toll was? Man kann sich sozusagen von innen reinigen. Den Reset-Knopf drücken und noch mal vorne anfangen. Und die Qualen einer “Flüssig-Diät” sollen dann auch noch den gewissen Kick verleihen. Ich habe eine Maier-Kur oder ähnliches nie gemacht und habe es auch nicht vor. Trotzdem steigt in mir manchmal das schlechte Gewissen auf und ich nehme mir vor, mich gesünder zu ernähren. An diesem Wochenende war es wieder soweit. Ich hatte mich in den letzten 5 Tagen so ungesund ernährt, dass ich was tun musste. Der Burger Anteil in meinem Körper hatte das Maximum erreicht und so war ich am Samstag bei Kaisers einkaufen.
Normalerweise lasse ich die Abteilung Gemüse (immer am Eingang rechts) schnell hinter mir. Dieses Mal war das anders. Ich legte Karotten, Zucchini, Kartoffeln, Salat und Äpfel in den Einkaufswagen. An der Kasse hatte ich dann wieder dieses sau-gute Gefühl. Denn der Typ vor mir legte nur Tiefkühlpizzen und Fertiggerichte auf´s Band. Ich hingegen packte das ganze gesunde Zeugs aus. Das beeindruckte anscheinend auch die Frau hinter mir. Mit all dem gesunden Zeugs bin ich dann nach Hause gefahren (die Plastiktüte riss fast, soviel war da drin). EINE Stunde stand ich dann in der Küche. Es schmeckte ganz ok. Allerdings musste ich für die Zubereitung sämtliche Töpfe, Messer, Pfannen etc. benutzen und die liegen jetzt immer noch im Spülbecken. Gesund kochen ist so anstrengend! Aber ich fühlte mich wohl. Ich hatte meinem Körper was Gutes getan - herrlich. Ich spürte schon, wie “er” aufatmete und anfing sich von innen zu reinigen. Dieser Prozess lief so über mehrere Stunden - bis ich morgens um 3 Uhr nach ein paar Drinks zu viel, bei McDonalds zwei Cheeseburger und ne Portion Pommes bestellt habe. Das führte zum jähen Ende der inneren Reinigung. :D

13.07.09

Permalink 18:04:14, von der Schweizer, 216 Wörter, 64 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Die Karriere eines sympathischen Amis!

Jay Leno ist nicht nur in den USA einer der populärsten und erfolgreichsten Late Night Talker, man kennt ihn auch bei uns in Europa. Der bald 60-jährige Showstar hat eine beachtliche Karriere hinter sich. Angefangen als Stand Up Comedien absolvierte er in jungen Jahren 8 bis 10 Auftritte an einem Abend. Bald schon wurde das Fernsehen auf ihn aufmerksam und so begann der unaufhaltsame Aufstieg von Jay Leno. Seine Tonight Show hat der Multimillionär mittlerweile an Conan O´Brien abgegeben. Im Herbst will Jay Leno jetzt bei NBC mit einer neuen Show starten. Eines macht den Mann, der privat gerne Jeanshemd und Jeans trägt, besonders sympathisch: Er ist Autoliebhaber. Leno hat die wohl beachtlichste, private Sammlung an Oldtimern, Sportwagen und Motorrädern der Welt. Mehrere 100 Mio. sind seine Sammlerstücke wert. Er gehört zu denen die Spass daran haben, alte Autos für 500 Dollar zu kaufen, 50´000 Dollar in die Instandsetzung zu investieren, um den Oldtimer dann für 8000 Dollar wieder zu verkaufen :D. Ein deutsches Automagazin hatte jetzt die seltene Gelegenheit Jay Leno in seinem Autoparadies zu besuchen. Irgendwo in Los Angeles, keiner weiß genau wo, befindet sich der Traum aller Männer: Eine Halle mit den geilsten Autos der Welt. Bitte jetzt anschnallen, zurücklehnen und staunen!

08.07.09

Permalink 19:11:37, von der Schweizer, 280 Wörter, 57 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Lance ist zurück!

Ohne Zweifel: Lance Armstrong ist einer der größten Sportler unserer Zeit. Der sechsfache Tour de France Sieger hat bis jetzt ein bewegendes Leben hinter sich. Nicht zuletzt seine Krebserkrankung hat aus ihm das gemacht was er heute ist: Ein ehrgeiziger, willenstarker und konzentrierter Sportler. Ich kann jedem nur empfehlen, ob Radsportfan oder nicht, das Buch “Tour des Lebens” von Lance Armstrong zu lesen. Darin schildert Lance, wie er den Krebs besiegte und danach die Tour de France gewann. Jede Medaille hat natürlich auch eine Rückseite. Die Dopingvorwürfe haben vieles zerstört. Er habe seine Krebserkrankung ausgenutzt um verbotene Medikamente zu nehmen, lautete vor Jahren der Dopingvorwurf. Gestanden hatte Lance es nie. Armstrong wählte einen anderen Weg: Er trat zurück, beendete seine Karriere. Das war 2005. Jetzt, rund
4 Jahre später, ist er wieder zurück im Sattel.
Lance Armstrong tritt noch einmal an. Er hat sich bei der US-Anti-Doping Behörde angemeldet (ist Pflicht für eine Lizenz) und einen Vertrag beim Team Astana unterschrieben. Allerdings wurde ihm der Teamkapitän Alberto Contador vor die Nase gesetzt. Aber Lance ist nicht ein Mann in der zweiten Reihe - wenn Lance fährt, dann nur an der Spitze. Und so lässt er seinen Team Kapitän gerne mal hängen und setzt an zum Sprint auf das gelbe Trikot. Die Tour de France ist wieder spannend und Lance Armstrong ist es zu verdanken, dass sie wieder mehr Aufmerksamkeit bekommt. Die Aufmerksamkeit, die sich das härteste Radrennen der Welt verdient hat. Denn egal ob mit oder ohne Doping, keiner von uns würde diese Strapazen überstehen. In diesem Sinne, freue ich mich auf die erste Bergetappe!

07.07.09

Permalink 18:20:09, von der Schweizer, 197 Wörter, 57 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

DVD Tipp: Gran Torino

Es gibt wenige Schauspieler die nach ihrer Karriere auch gute Regisseure werden. Clint Eastwood hat es geschafft. Mystic River - ein sensationeller Film, Clint Eastwood führt Regie. Million Dollar Baby, ein oscarprämiertes Meisterwerk - Clint Eastwood führte Regie und übernahm auch die Hauptrolle. Und genau das funktioniert auch jetzt wieder in “Gran Torino". Eastwood spielt den Vietnam Veteranen Walt Kowalski, der sich nach dem Tod seiner Frau zurückzieht. Er hasst seine wohl erzogenen Kinder, seine Enkel die nur an sein Erbe wollen und er hasst vor allen Dingen koreanische Einwanderer. Sie sind haufenweise in seine Strasse gezogen. Mittlerweile ist Walt der einzige Amerikaner in der Gegend, klassisch mit Flagge an der Veranda. Dieser verbitterte, rassistische und verbohrte alte Kerl bekommt allerdings schon bald ein weiches Herz. Er freundet sich mit dem koreanischen Nachbarmädchen an und lernt nach und nach ihre Familie und die koreanische Kultur kennen. „Gran Torino“ überzeugt vor allem als ein persönliches Werk seines Stars und Regisseurs. Eines Stars, der mit mittlerweile 79 Jahren immer noch alle jungen Hollywood Leinwandhelden an die Wand spielt. Ich hoffe Clint Eastwood lässt uns noch viele Jahre an seinem Können teilhaben.

04.07.09

Permalink 10:03:29, von der Schweizer, 270 Wörter, 57 Ansichten   German (DE)
Kategorien: Kategorie 2

Leonard Cohen live in Berlin

Er wollte sich eigentlich schon zur Ruhe setzen. In den 80ern hatte er viel Geld verdient. Suzanne, First we take Manhattan, Halleluja oder
I´m your man zählen heute zu seinen Klassikern.
Doch Leonard Cohen, Lyriker, Schriftsteller, Sänger und Komponist musste zurück auf die Bühne. Die Gründe sind einfach: Er holt sich sein Geld wieder. Während Cohen 8 Jahre lang abgeschieden in einem Buddhisten Kloster lebte, verjubelte seine Managerin sein ganzes Vermögen. Jetzt ist er wieder da, der Mann mit der Stimme so tief und breit wie der Ozean. Er ist mittlerweile 75 Jahre alt, tänzelt allerdings über die Bühne wie ein 25-jähriger. Man sieht es in seinen Augen, er freut sich wieder hier zu sein. Voller Demut verbeugt er sich mehrere Male vor dem Publikum, fällt auf die Knie und zieht seinen Hut. “I´m trying to leave you” sagt er, nachdem das Publikum nicht mehr aufhört zu applaudieren. Cohen legt nach, spielt noch eine Zugabe, danach noch eine. Das Konzert dauert 3 Stunden, mit einer Pause dazwischen. Es ist ein Konzert in Perfektion. Ein Mann steht auf der Bühne, dem man jedes Wort glaubt. Seine Songs sind wie Gedichte, angereichert mit seinen eigenen Weisheiten. Seine Band spielt mit einer Präzision, wie ich es noch nie gesehen hab. Am Ende mischte sich Wehmut in die allgemeine Euphorie: Vielen der rund 15 000 Leonard-Cohen-Fans in der Arena am Ostbahnhof dämmerte am Donnerstag, dass der eindrucksvolle Auftritt des kanadischen Pop-Veteranen womöglich sein letztes Deutschland-Konzert war. Danke Leonard für diesen schönen Abend. Sincerely N. Kreutter…

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